FAQ

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Was ist eigentlich Hypnose?

Hypnose ist zunächst einmal ein Zustand. Eine Trance. Man kann diesen Zustand als konzentrierte Aufmerksamkeit beschreiben, die es ermöglicht, die Gedanken ziehen zu lassen und sich vollkommen den Gefühlen zuzuwenden und dem, was sich unbewusst in uns abspielt.

Hypnose kann für Therapiezwecke eingesetzt werden, indem man die Trance dazu nutzt „hinter die Fassade“ zu sehen und den Ursachen für Probleme auf den Grund zu gehen. Durch die erhöhte Suggestibilität in der Hypnose können außerdem Verhaltensweisen positiv beeinflusst werden.

Viele Menschen kennen nur die Showhypnose, in der Hypnotiseure mit der Erwartungshaltung Ihres Publikums spielen – diesen Ansatz lehne ich ab.

 

Wie fühlt sich Hypnose an?

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in der Straßenbahn und schauen in Gedanken versunken aus dem Fenster. Vielleicht saß gerade noch eine Person neben Ihnen und Sie merken gar nicht, dass sie aufgestanden und gegangen ist. Sie nehmen zwar den Verkehrslärm draußen wahr, aber die Autos auf der Straße interessieren Sie gerade gar nicht, Ihre Gedanken sind ganz woanders. Dennoch sind Sie durchaus in der Lage, auf den Fahrkartenkontrolleur zu reagieren, der Ihren Fahrschein sehen will.

So ähnlich fühlt sich die Hypnose an. Sie sind in Trance. Es ist ein Zustand, der allen Menschen vertraut ist.

Die Hypnose kann dabei mit körperlicher Entspannung einhergehen oder sogar explizit für körperliche Entspannung eingesetzt werden, aber der Trancezustand kann genauso gut mit Bewegung und einem aktiven Gespräch verbunden sein.

Wir können die Trancetiefe variieren, je nachdem aus welchem Anlass Sie zu mir kommen. Ein Arzt, der die Hypnose bei einer Operation einsetzt, wird eine sehr tiefe Trance induzieren. Zur Schmerzreduktion kann es ebenfalls sinnvoll sein, mit tieferen Trancezuständen zu arbeiten.

Mittlere Trancezustände eignen sich erfahrungsgemäß sehr gut für therapeutisches Arbeiten. Wir bekommen hier einen guten Zugang zum Unterbewusstsein, zu den Emotionen und inneren Bildern, mit denen wir arbeiten können. Sie sind in diesem Zustand durchaus in der Lage, ein Gespräch zu führen oder auch im Stehen und Gehen mit mir zu arbeiten.

Manche Menschen glauben nach der Hypnose, gar nicht in Trance gewesen zu sein, obwohl alle Anzeichen der Trance vorhanden waren wie zum Beispiel bestimmte Augenbewegungen, Schlucken oder Tranceflecken. Andere Menschen wiederum fühlen sich nach der Rückkehr aus der Trance noch leicht benommen wie nach dem Aufwachen aus einem Mittagsschlaf. Auch das Zeitempfinden kann verändert sein, und das Erinnerungsvermögen kann verringert oder aber auch deutlich gesteigert sein. Das variiert von Mensch zu Mensch.

 

Kann jeder Mensch hypnotisiert werden? Und wie wird das gemacht?

Grundsätzlich ja. Jeder Mensch erlebt Trancezustände ganz natürlich in seinem Alltag, wenn zum Beispiel die Gedanken abschweifen oder man kurz vor dem Einschlafen ist.

Um diesen Zustand von außen herbeizuführen, nutzt man in der Hypnose einfache Techniken, zum Beispiel zur Unterbrechung der Reiz-Reaktions-Muster, also eine Art Überraschungseffekt. Oder der Klient konzentriert sich auf einen bestimmten Punkt, eine Kerzenflamme, eine Stiftspitze oder auch ein Pendel bis die Augen ermüden und die bewusste Konzentration nachlässt. Auch wischende Bewegungen mit den Fingern vor den Augen des Klienten führen dazu, dass eine Trance induziert wird. Es gibt hier also verschiedene Möglichkeiten, die Hypnose einzuleiten. Von Person zu Person kann dieser Vorgang kürzer oder länger dauern und die Trancetiefe kann variieren.

 

Was ist, wenn ich nicht wieder aufwache?

Das wird nicht passieren, denn Sie werden gar nicht schlafen. In aller Regel arbeiten wir mit mittleren Trancetiefen, um Probleme zu beheben. Sie werden dann in Trance mit mir ein Gespräch führen, manchmal sogar im Stehen und Gehen. Und am Ende unserer Arbeit werden Sie natürlich von mir aus dem Trancezustand auch wieder ausgeleitet. Sollte die Hypnose ausschließlich zum Zweck der Entspannung eingesetzt werden, dann könnte es vielleicht passieren, dass Sie einschlafen. Dann wachen Sie aber auch ganz einfach wieder auf – wie nach dem normalen Nachtschlaf oder einem Mittagsschläfchen.

 

Ist Hypnose gefährlich?

Hypnose ist grundsätzlich ungefährlich, wenn der Hypnosetherapeut Kenntnis von den medizinischen Kontraindikationen hat und damit verantwortungsvoll umgehen kann. Welche Kontraindikationen das sind, erläutere ich unter Kontraindikationen (siehe unten).

Darüber hinaus spielt das Vertrauen zwischen Klient und Hypnotiseur eine ganz besonders wichtige Rolle. Vertrauen Sie mir als Ihrer Hypnotiseurin zum Beispiel nicht, können Sie von alleine jederzeit und sofort aus der Sitzung aussteigen und gehen. Stimmt das Vertrauensverhältnis und es liegen keine Kontraindikationen vor, ist die Hypnose ein wunderbares Instrument, das Sie bereichern wird.

 

Die Kontraindikationen (unter diesen Voraussetzungen sollte keine Hypnose erfolgen)

Psychosen oder Anzeichen davon / Schizophrenie, bipolare Störungen, Halluzinationen, Wahn
Migräne mit Aura
Epilepsie, allgemeine Krampfleiden
Borderline- u.a. Persönlichkeitsstörungen
Alkohol- und Drogenmissbrauch

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie habe ich gelernt, auf die Anzeichen für Erkrankungen zu achten, die vom Facharzt begutachtet werden sollten bzw. die für Hypnose eine Kontraindikation bedeuten. Sie können also jederzeit zu mir kommen, auch wenn Sie unsicher sind, ob eventuell eine Kontraindikation vorliegt. Wir werden dann gemeinsam sehen, ob eine Hypnose möglich ist oder ob es gegebenenfalls besser wäre, einen Arzt aufzusuchen.

 

Was macht man denn in der Hypnosetherapie?

„Suche, finde und bediene das Bedürfnis des Klienten“ (André Jordan) – das ist mein Anliegen bei der Arbeit mit Hypnose. Je nach Bedarf und Thema ist die Hypnosetherapie von Person zu Person sehr unterschiedlich, einzigartig und spannend! Wir arbeiten im Sitzen, Liegen, Stehen oder Gehen. Schlafen werden Sie nicht!

Bei der Hypnosetherapie führe ich meine Klienten in den Trancezustand und begleite sie wie eine Art Reiseleiterin zum Kern dessen, was sie beschäftigt. Dabei wende ich mich den Gefühlen zu, die mit den Problemen einhergehen oder für das Problem stehen, das sie zu mir geführt hat.

Bei manchen Klienten ähnelt diese Reise einem Abtauchen in Erinnerungen. Es kann traumähnliche Geschichten geben, Reisen in unbekannte Welten. Manchmal tauchen ganz viele Bilder auf, manchmal sehr wenige. Einige Klienten assoziieren voll in der Welt der inneren Bilder, leben also quasi die Person, die sie in Trance sind, andere beobachten Szenen von außen oder sehen einfach nur Farben. Jedes Unterbewusstsein schickt das für die Person passende Bild. Damit können wir arbeiten, die Ursache für Probleme finden und sie im gemeinsamen Dialog dort auflösen, wo sie entstanden sind. Die Lösungen sind so individuell wie die Klienten selbst. Es gibt keine Standardlösung. Es gibt kein Heilversprechen. Der Prozess ist ein gemeinsamer. Ich kann und werde nichts gegen Ihren Willen unternehmen, sondern Ihnen als Begleiterin zur Seite stehen.

 

Ist Hypnose wissenschaftlich anerkannt?

Ja. Hypnose ist durch den wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wissenschaftliche Behandlungsmethode in der Psychotherapie der Bundesrepublik Deutschland anerkannt (27. März 2006). Nachweislich sind mit der Hypnose sehr gute Ergebnisse bei der Behandlung psychischer Probleme zu erzielen.

 

Wie lange dauert eine Hypnose?

Für den ersten Termin mit Ihnen nehme ich mir zwei Stunden Zeit — die ersten 30 Minuten dienen dem Vorgespräch und der Anamnese, 90 Minuten der Hypnose. Weitere Folgesitzungen dauern 60 oder 90 Minuten inklusive Nachgespräch. Für Rauchentwöhnung und Gewichtsreduktion biete ich Paketlösungen an, das heißt es werden 2 Sitzung (Nichtraucher) bzw. 6 Sitzungen (Gewichtsreduktion) vereinbart. Das ist erfahrungsgemäß sinnvoll.

 

Was kostet eine Hypnose? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

In der Regel werden die Kosten für die Hypnose von den Krankenkassen nicht übernommen, sondern müssen von Ihnen privat gezahlt werden. Sie erhalten selbstverständlich von mir eine Rechnung und können diese bei der Kasse einreichen — vielleicht haben Sie Erfolg und bekommen sie erstattet.

Unter Preise finden Sie die Aufstellung der Kosten, die Sie zu erwarten haben.

 

Gibt es eine Überweisungspflicht?

Nein. Ich werde Sie lediglich bei Bestehen organischer Erkrankungen bitten, mit Ihrem behandelnden Arzt abzuklären, ob eine begleitende Behandlung mit Hypnose durchgeführt werden kann.

 

Hypnose hilft bei…?

Ängsten und Phobien
Psychosomatischen Erkrankungen
Schmerz und Verspannungen
Allgemeinen körperlichen Beschwerden
Traurigkeit und Sorge
Lampenfieber
Prüfungsangst
Krisen
Stress
Schlafproblemen
Entwicklung von Lebenszielen und bei Entscheidungsprozessen
Verwirklichung von Zielsetzungen im Sport
Wunsch nach Gewichtsreduktion
Wunsch nach Rauchentwöhnung
und vielem mehr…

Außerdem lassen sich fantastische Reisen in andere Welten unternehmen – Sie hilft also auch bei Neugier, wenn Sie es einfach mal so ausprobieren wollen!

 

Sind Hausbesuche möglich?

Natürlich, sehr gerne! Vielleicht fühlen Sie sich wohler, wenn wir die Hypnose bei Ihnen zuhause im vertrauten Umfeld durchführen. Oder Sie sind in Ihrer Bewegung eingeschränkt und bevorzugen daher einen Hausbesuch. Das ist überhaupt kein Problem.

Wir benötigen nicht mehr als eine bequeme Sitzgelegenheit für Sie. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich für die Kosten der Anfahrt und ggfs. für zusätzlichen Zeitaufwand eine Gebühr in Rechnung stellen muss. Die Höhe dieser Zusatzkosten hängt davon ab, wie weit der Weg tatsächlich ist, den ich für den Besuch bei Ihnen zurücklegen muss. Wir kommen hier aber sicher zu einer Lösung, die auch für Sie in Ordnung ist.