Fällt es Ihnen auch so schwer, Süßem zu widerstehen?

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Also, wenn ich diese ganzen Süßigkeiten sehe, kann ich kaum an mich halten.

Und ich gestehe, der Keks auf dem Foto ist direkt nach dem „Klick“ in meinem Mund verschwunden. Und das mitten in der Fastenzeit…zum Glück bin ich nicht so religiös. Trotzdem, ein paar Kilos weniger täten mir eigentlich ganz gut.

Aber es ist so schwer, Süßem zu widerstehen, oder?

Natürlich wissen wir alle, dass zu viel Süßes ungesund ist. Die Zähne leiden und der Speckring wächst. Irgendwann fühlt man sich nicht mehr so wohl, weil die Pölsterchen sich in Polster verwandeln und man immer träger wird.

Was hilft denn nun aber gegen diese Zuckersucht? Wie schafft man es, auf Süßes zu verzichten?

Und die Wahrheit ist: Jeder muss seinen eigenen Weg finden. 

Das ist erstmal nicht, was man hören will, richtig? Aber ich schreibe diesen Blog nicht, um Verdruss zu säen, sondern um Hilfestellung zu leisten. 

Also. Was wirklich enorm hilfreich ist, ist ganz einfach ACHTSAMKEIT!

Fast schon ein abgedroschenes Wort in unserer Zeit, aber es hat es einfach auch in sich.

Wie muss man sich das vorstellen –  ich will auf Süßes verzichten und Achtsamkeit soll helfen?

Das funktioniert so: 

Meist ist es nicht so, dass wir zu Süßem (oder was auch immer ungesunden für uns – das können ja auch Chips sein…) greifen, weil unser Körper gerade total unterzuckert ist und wir verhungern würden ohne die Zuckerzufuhr.

Aber natürlich haben wir Gründe, die uns – oft einfach ganz unbewusst – zu den verführerischen Kleinigkeiten greifen lassen.

Wenn wir beginnen, darauf zu achten, was wir gerade denken und fühlen, wenn wir wieder zu Süßem greifen, ist das der erste Schritt auf dem Weg weg von der Zuckersucht!

Neulich war es wieder so weit – ich saß am Rechner, schon eine ganze Weile und alleine – und auf einmal hatte ich Schokolade im Mund. Da ist mir irgendwie aufgefallen, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie ich mir die in den Mund gesteckt habe. Ganz unbewusst ist das passiert. Das hat mich geärgert.

Aber inzwischen werde ich achtsamer! Es ist mir bewusst geworden, dass ich genau in dieser Situation etwas kompensiere. Und mittlerweile gelingt es mir: ich halte kurz inne und fühle in mich hinein!

Ich frage mich: ok, willst Du tatsächlich unbedingt Schokolade essen oder was willst Du eigentlich?

Manchmal stelle ich dann fest, dass ich eigentlich Durst habe (aber das Wasserglas muss erst noch eingeschenkt werden und die Schokolade liegt vor mir auf dem Tisch). Also versuche ich, dem Drang zu widerstehen und hole mir ein Glas Wasser oder Tee und erlaube mir in Gedanken, DANACH nochmal neu zu entscheiden, ob ich die Schokolade wirklich will. Und manchmal esse ich sie und manchmal aber auch nicht.

Es war auch schon mal so, dass mir bewusst wurde, dass ich stundenlang in gleicher Körperhaltung vor dem Computer saß und langsam die Zeit für’s Mittagessen gekommen war. Also habe ich die Schokolade zur Seite geschoben und einfach schon um halb 12 zu Mittag gegessen. Danach reichte dann ein kleineres Stück zum Dessert oder gar kein Süßes mehr.

Viele kompensieren mit Süßem Stress oder Traurigkeit, Einsamkeit, Frust. Manche essen so lange bis sie eine richtige Speckschicht um sich aufgebaut haben – oft steckt dahinter eine Angst, der Wunsch sich zu verstecken, mehr Distanz zu anderen zu schaffen oder mehr Raum für sich.

Wenn man achtsam wird für das, was hinter dem Drang zu Essen steht, bekommt man die Wahl zurück!

Ich kann durch den Supermarkt einfach durchrauschen und gewohnheitsmäßig alles in den Wagen werfen, was mir schmeckt. Oder ich gehe achtsam durch die Regale und denke kurz nach: nehme ich diese Süßigkeit jetzt mit oder lasse ich sie lieber hier, weil ich der Versuchung daheim noch nicht widerstehen kann?

Ich kann in einem Moment der Traurigkeit statt sofort die Süßigkeit zu konsumieren darüber nachdenken, was mich tatsächlich mit Freude erfüllt. Und vielleicht ist das das Telefonat mit einer guten Freundin oder einfach mal eine Luftveränderung.

Ich merke vielleicht, dass ich nach dem Kontakt mit bestimmten Personen gerne zum süßen Seelentröster greife. Wenn mir das bewusst wird, ich also darauf zu achten beginne, kann ich mir überlegen, wie ich den Kontakt zu dieser Person verbessern kann.

Mit Hypnose können solche Prozesse wirksam unterstützt werden.

Es gibt Möglichkeiten, die Motivation zu stärken. Man kann dem eigentlichen Grund für das Essverhalten auf den Grund gehen, die eigene Wahrnehmung für das Befinden zu stärken und Wege finden, das Verhalten so zu verändern, dass man wieder die WAHL hat statt unbewusst das Süße in sich hineinzustopfen.

In einem weiteren Blogartikel habe ich eine Visualisierungsübung beschrieben, die auch helfen kann, wenn man Gewicht reduzieren will. Hier geht’s zu Blogartikel.

 

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