Abnehmen mit Hypnose

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Abnehmen mit Hypnose – ich möchte Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie ganz allein daheim einen ersten Schritt unternehmen können, um Ihrem Ziel – Abnehmen –  zumindest ein kleines bisschen näher zu kommen. Aber gleich vorweg: Hypnose zaubert Sie nicht einfach schlank!

Ich weiß, es gibt immer wieder die kleine Hoffnung, man müsse sich bei der Hypnose einfach hinlegen, sich berieseln lassen und danach stelle sich die Traumfigur von alleine ein. So ist es leider nicht.

Es gibt grundsätzlich zwei mögliche Herangehensweisen, wenn man mit Hypnose abnehmen möchte: man kann mit Suggestionen arbeiten oder aber man bearbeitet die Ursache, also die Motivation, die hinter falschem Essverhalten, Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper oder auch zu wenig Bewegungslust steckt. Beide Vorgehensweisen haben Vor-und Nachteile. Beide lassen sich aber auch hervorragend miteinander kombinieren.

Wie funktioniert das?

Bei der suggestiven Vorgehensweise wird der Klient in Trance versetzt und bekommt anschließend suggeriert, also bewusst eingeredet, dass zum Beispiel das Essverhalten sich künftig verändern wird, dass man sofort merken wird, wenn man satt ist und dann auch aufhören wird zu essen, oder dass man beim Anblick von Limonade Lust auf Wasser verspürt und so weiter. Da gibt es zahlreiche Varianten, die im Idealfall genau auf die Person abgestimmt werden, die abnehmen möchte. Die Hypnose bewirkt dabei Veränderungen in der Hirnaktivität, die zu erhöhter Suggestibilität und damit zum Erfolg führt. Warum das so ist, ist noch nicht abschließend erforscht, doch die Erfolge sind bereits wissenschaftlich nachweisbar. Mehr Informationen finden Sie zum Beispiel bei Spectrum.de  oder in diesem Artikel von Focus.de. Auf solchen Texten basieren auch CDs, die man kaufen kann oder Beiträge im Internet, die man sich – oft gratis – anhören kann. Das ist also gar keine so schlechte Sache und hat sicherlich bei der einen oder anderen Person schon zu erstaunlichen Ergebnissen geführt.

Allerdings wird man auf diese Weise nicht die Ursache des dahinterstehenden Problems beheben, und es kann auch zu Verlagerung kommen. André und Heidi Maria Jordan haben in ihrem Buch Hypnose. Seele trifft Verstand einen solchen Fall geschildert – eine Frau wollte von ihrer Sucht nach Zitroneneissorbet loskommen, aber auf gar keinen Fall an dem ursächlichen Grund dafür arbeiten, warum sie überhaupt so oft und so viel davon aß. Sie wollte das lieber gar nicht wissen… Also einigten sich Therapeut und Klientin auf eine rein suggestive Vorgehensweise. Die Suggestionen zeigten Wirkung: Die Frau aß kein Zitroneneissorbet mehr! ….dafür jede Menge Erdbeermarmelade! Diese Frau hat sich am Ende doch noch der Ursachenbearbeitung geöffnet und eine wunderbare und einfache Lösung gefunden. Wenn Sie solche Fälle interessieren und Sie Freude beim Lesen haben wollen, kann ich Ihnen das Buch wirklich wärmstens empfehlen. Es gibt  einen tollen Einblick in die Arbeit mit Hypnose, geschildert an echten Fallbeispielen.

Zurück zum Abnehmen.

Die Arbeit an der Ursache kann also sehr sinnvoll sein, wie das Beispiel „Zitroneneissorbet“ zeigt. Ungesundes Essverhalten kann zum Beispiel auch durch Stress entstehen. Wenn der Stress wegfällt, ändert sich in aller Regel auch das Essverhalten – nachhaltig.

Um an der Ursache zu arbeiten, macht es oft Sinn, sich in therapeutische Hände zu begeben. Das hat nichts damit zu tun, dass eine Krankheit oder Störung vorliegen muss – in diesem Fall würde ich Sie direkt zum Arzt schicken! Psychologen, Psychotherapeuten und Heilpraktiker haben in ihrer Ausbildung in aller Regel einfach gelernt, wie man im Gespräch behutsam und effektiv an die verdrängten Themen herankommt und sie im Idealfall so bearbeitet, dass die daraus resultierenden Beschwerden – wie zum Beispiel falsches Essverhalten – bewältigt werden können. Das funktioniert auch beim Wunsch nach Rauchentwöhnung oder schlechten Gewohnheiten wie Fingernägel kauen oder ähnliches.

Und nun zu meinem Tipp an Sie!

Natürlich können Sie eine CD zum Thema Abnehmen kaufen oder auf youtube einen passenden Text suchen und sich die Suggestionen – auch wiederholt – anhören. Wenn Sie ein bisschen Erfahrung damit haben, können Sie sich auch Ihre eigenen Texte schreiben und aufnehmen, um sie dann anzuhören.

Sie können aber auch anders an die Sache herangehen. Ich habe mir für Sie heute diese Variante überlegt:

Suchen Sie sich einen Punkt, den Sie fixieren können– eine Kerzenflamme funktioniert meist gut. Es kann aber auch einfach ein Fleck an der Wand sein. Fixieren Sie den Punkt so lange bis die Augen ermüden und der Drang, die Augen zu schließen sehr groß ist. Dann schließen Sie die Augen, öffnen sie aber erneut, fixieren wieder den Punkt bis zur maximalen Ermüdung. Das können Sie mehrmals wiederholen bis Sie die Augen lieber geschlossen halten wollen. Dann gehen Sie in Gedanken durch Ihren Körper, so wie er jetzt ist. Sprechen Sie dabei alle Sinne an – stellen Sie sich vor, wie Sie aussehen, fühlen Sie hinein, wo der Körper sich gut anfühlt, wo vielleicht Verspannungen sitzen, die man jetzt loslassen kann. Schmecken Sie nach, welcher Geschmack Ihnen auf der Zunge liegt und riechen Sie einmal, wie es um Sie herum riecht. Nehmen Sie sich Zeit dafür, damit die Trance eintreten kann.

Nun gehen Sie erneut in Gedanken durch Ihren Körper hindurch und finden Sie die für Sie passende Stelle, wo ein imaginärer Schalter oder ein Knopf oder was auch immer Sie für ein Bild entwickeln, platziert werden könnte, an dem der Stoffwechsel eingestellt werden kann. Stellen Sie einmal fest – auf einer Skala von 1 (wenig aktiv) bis 10 (sehr aktiv) – wo die Anzeige jetzt gerade ausschlägt. Dann stellen Sie diesen Hebel oder Schalter auf die Zahl, die sich für Sie optimal anfühlt. Fühlen Sie nach, was sich im Körper verändert. Stellen Sie den Hebel nochmal zurück, fühlen Sie wieder nach und dann stellen Sie den Hebel endgültig um auf die für Sie optimale Position. Spüren Sie hinein, wie sich das anfühlt, wenn der Stoffwechsel ganz optimal läuft. Vielleicht spüren Sie erstmal nur ein Kribbeln. Sie können auch für die Lust auf Fitness einen Hebel installieren, das liegt ganz in Ihrer Fantasie – aber installieren Sie nicht zu viele Hebel auf einmal. Konzentrieren Sie sich auf ein Thema und einen Hebel.

Im Anschluss stellen Sie sich vor, Sie haben Ihr Ziel – Abnehmen – bereits erreicht. Gehen Sie so weit in das Bild hinein, wie möglich. Vielleicht verschmelzen Sie vollkommen mit der zukünftigen Version Ihres Körpers. Dann fühlen Sie nach wie fit und gesund Ihr Körper ist und wie zufrieden Sie sind. Vielleicht sehen Sie ein Lächeln in Ihrem Gesicht oder das Spiegelbild mit der neuen Hose – eine Größe kleiner. Je mehr Details Sie betrachten, desto besser. Sehen Sie, wie Sie Sport treiben, wie beweglich und leicht Sie sind. Bleiben Sie immer bei einem positiven Gefühl!

Wenn Sie so Ihre zukünftige Version von sich selbst visualisiert haben, verabschieden Sie sich von dem inneren Bild und kommen Sie wieder zurück aus der Trance. Am besten bewegen Sie erst einmal Hände und Füße, nehmen ein paar tiefe Atemzüge, recken und strecken sich – wie nach einem Mittagsschlaf, in dem man schön geträumt hat.

Ich garantiere keinen Erfolg. Nicht jeder findet direkt einen guten Zugang zur Selbsthypnose. Aber es hat durchaus schon bei dem einen oder anderen Wirkung gezeigt! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Und falls Sie doch Hilfe benötigen, kontaktieren Sie mich jederzeit gerne. Gemeinsam ist es oft einfacher!

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